Wie geht es uns in diesen Tagen? Vielleicht erleben wir, dass wir mehr Zeit haben als sonst für unsere Familie, für die Kinder, für uns selbst.

Vielleicht macht sich aber auch eine gewisse Unzufriedenheit breit. Es regt uns auf, dass manches nicht geht wie gewohnt, wir sind irritiert über Aussagen, unsicher, wie alles weitergehen soll. Wir vermissen manches schmerzlich und spüren in vielen Bereichen eine gewisse Leere. Leere Spielplätze, leere Fußballstadien, leere Kindergärten und Schulen, leere Straßen und Plätze. Wir sind konfrontiert mit „Leere“: Corona-Leere, Sinn-Leere, Lebens-Leere, innere Leere. Die äußere Leere macht uns neu bewusst, was innen vorgeht.

In der 3. Ostererzählung am Sonntag war auch die Rede von einer „Leere“, die leeren Netze der Jünger beim Fischfang. Wir können uns hineinversetzen in ihre Lage. Eigentlich sind sie Profis, sie kennen sich aus, sie wissen, wo die Fische ins Netz gehen, aber sie fangen nichts. Und dann die Stimme des Fremden, die Netze noch einmal auszuwerfen und das machen sie auch. Sie glauben einem „Wildfremden“. Und dann passiert etwas, damit hatten sie nicht gerechnet. Es gehen ihnen die Augen auf und sie machen eine ganz eigene Ostererfahrung.

Die Jünger spüren, es braucht SEINEN Segen, SEINE Gnade. Wenn ER hilft, kann Fischfang gelingen! ER ist das Leben in Fülle.

In diesen Tagen müssen wir umgehen mit leeren Netzen, Wut, Existenzängsten. Wir dürfen darauf vertrauen, dass Gott uns hilft. Lernen wir täglich neu mit dem Auferstandenen umzugehen, ihm unsere leeren Netze hinzuhalten. Er schenkt uns Leben in Fülle!

 

Dieser Impuls wurde von Eva-Maria Seifert gestaltet.