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Meine lieben Herschfelder,
liebe Schwestern und Brüder,

ich hatte mich schon so auf die Urlaubsvertretung im August gefreut.
Pfarrer Keßler hatte mich eingeladen und im Mai bin ich davon ausgegangen, dass es kein Problem ist, zu Euch zu kommen.

Seit Juni befindet sich Uganda im harten Lockdown. Es ist keine Ausreise erlaubt. Alle Schule sind geschlossen, ebenso die Kirchen. Es bestehen strenge Ausgangsbeschränkungen. Ich darf meinen Wohnbezirk nicht verlassen. So kann ich meine Mutter nicht besuchen. Schlimm ist für mich, dass ich nicht einmal  Krankensalbungen  spenden darf. Erlaubt ist, dass ich zu Sterbenden gehe und auch Beerdigungen darf ich durchführen.  Das ist leider sehr wenig.

In Uganda fehlen Medikamente und es gibt keinen Impfstoff. Wenn die Leute krank sind, wollen sie nicht ins Krankenhaus. Es besteht große Angst.

Die Situation ist schwierig und sehr bedrückend.  Ich versuche in Telefongesprächen Trost zu spenden und organisiere die Essenversorgung für die Kinder.
Wie lange der Lockdown dauern wird, sagt uns niemand.
Wir hoffen, dass im September, die Schulen wieder öffnen dürfen.
Im letzten Jahr konnte ich mit Eurer Unterstützung für meine Schule, wichtige Dinge, wie  

Mundschutze, Desinfektionsmittel
Schulmaterial
Essen für die Schüler
und Unterstützung der Lehrer

bezahlen. Dinge, die auch im neuen Schuljahr notwendig sein werden.
Meine  Schule bekommt kein Geld vom Staat!

Vielen Dank für Eure Spenden, die mir sehr helfen.

Ich bin im Gebet immer mit Euch verbunden und hoffe, dass ihr gesund bleibt und wir uns im nächsten Jahr wiedersehen.

Gottes Segen und herzliche Grüße

Euer Pfarrer Edward

Am 28.6. konnten wir unser Patrozinium "St. Johannes, der Täufer" feiern. Bei schönstem Wetter waren wir auf dem Kirchplatz, die Musikkapelle spielte zum Gottesdienst. Aufgrund der Lockerungen bei den Corona-Auflagen war dies möglich. Man konnte den Besuchern die Freude anmerken.

 

 

Wir feiern Pfingsten. Das ursprüngliche Ereignis liegt schon fast 2000 Jahre. Spielt der Heilige Geist auch heute noch eine Rolle? Dazu müsste zuerst geklärt werden, was oder wer mit dem Heilgen Geist gemeint ist. Die Bibel beschreibt ihn in Bildern. Eines dieser Bilder ist der Wind. Den Wind kann man nicht sehen, aber man kann sehen und spüren, wann er weht, zum Beispiel an den Blättern eines Baumes. Ähnlich der Heilige Geist, man kann ihn nicht sehen, sieht und spürt aber seine Auswirkungen. Bei Paulus heißt es dazu: „Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung;“

Neben dem Vergleich mit dem Wind wird der Heilige Geist auch noch in anderen Bildern beschrieben: Taube, Wolke, Feuerzungen. Aber Kranich? Der kommt in dem Zusammenhang zumindest in der Bibel nicht vor. Und doch ist der Kranich für mich zu einem Symbol für den Heiligen Geist geworden. Aber lassen Sie mich von Anfang an erzählen.

Vor kurzem ist unser Sohn Emanuel bei einem tragischen Unglück ums Leben gekommen. Sie haben vielleicht von dem Unfall erfahren. Emanuel heißt „Gott ist bei uns“. Als meine Frau mit ihm schwanger war, sprach ich abends mit Gott, wie man mit Gott spricht und weiß nicht, ob er da ist, ob er hört oder nicht. Da kam mir der Name Emanuel in den Sinn. Ich fragte: „Gott, möchtest du, dass unser Kind Emanuel heißen soll? Diesen Namen kann ich meinem Kind nicht geben. Ich kann nicht sagen, du bist bei uns. Diesen Namen, dieses Versprechen kannst nur du unserem Kind geben.“ Also habe ich zu Gott gesagt: „Wenn du möchtest, dass unser Kind Emanuel heißen soll, bin nicht ich derjenige, der den Namen ausspricht.“ Und ich habe niemanden was von diesem „Gespräch“ mit Gott erzählt. Ungefähr drei Wochen später kam unser Großer nach Hause, er war damals 8 Jahre alt und sagte: „Emanuel wäre ein schöner Name.“ So wurde er schließlich auch getauft.

Dieses „Gott ist bei uns“, diese Zusage Gottes hat uns durch viele schwere Zeiten getragen. Erst Anfang diesen Jahres habe ich mit Emanuel darüber gesprochen: „Emanuel, du hast deinen Namen nicht bekommen, dass du auf einer rosa Wolke schwebst, sondern damit du Kraft hast in schweren Zeiten.“ Seine Antwort: „Papa, ich weiß.“

Nach dem Unglück, Emanuel lag mit einer schweren Kohlenmonoxidvergiftung auf der Intensivstation, seine Überlebenschancen waren gleich Null, da haben wir gebetet und gebetet und auf ein Wunder gehofft - viele Menschen mit uns. Es kam anders: Emanuel verstarb und ich hatte plötzlich Zweifel. Gott, hast du uns jetzt verlassen?

Schon gleich kamen Freunde, Freundinnen von Emanuel besuchten uns, setzten sich in sein Zimmer, erzählten uns vom ihm, so wie sie ihn erleben durften. Und sie brachten selbst gefaltete Kraniche mit. Emanuel hatte dies vorgelebt. Er faltete unzählige Kraniche, verschenkte sie, um anderen Freude zu bereiten, um Kontakt zu knüpfen. Diese Kraniche kamen nun zurück. Bunte Kraniche und mit ihnen Erinnerungen, Geschichten und neues Leben. Am Abend vor Emanuels Beerdigung spürte ich plötzlich: Gott hat uns nicht verlassen. Er ist immer noch bei uns und auch Emanuel ist da. Anders, nicht mehr greifbar, aber tief im Geist. So wurde die Beerdigung ein Fest der Auferstehung, wir durften gemeinsam den Himmel feiern. Ein Geschenk Gottes an uns.

Viele Menschen haben für uns und mit uns gebetet. Das Wunder kam, aber es kam anders als erwartet. Begegnungen, Gespräche, tröstende Worte, Essenspakete vor der Haustür und ein Grab voller Kraniche.

 

Diakon Thomas Volkmuth

DANKE 

- allen, die Anteil an unserer Trauer genommen haben.

- allen, die uns ihr Mitgefühl auf vielfältige Weise ausgedrückt haben.

- allen, die unseren Weg im Gebet begleitet haben.

 Am Anfang hatte ich, wie viele andere auch auf ein Wunder gehofft, darauf, dass Emanuel (der Name bedeutet: Gott ist bei uns) wieder ganz gesund wird. Es kam anders und ich dachte schon, Gott hat uns verlassen. Am Freitag dann durfte ich im Herzen spüren, dass das Wunder da ist. Anders als erwartet. Wir durften den Himmel spüren, spüren, dass Emanuel bei Gott angekommen ist. Und so konnten wir am Samstag mit Emanuels Freunden und Freundinnen Beerdigung wirklich feiern. Am Sonntag habe ich dann gesagt: „So makaber dies auch klingen mag: gestern war ein wunderschöner Tag.“ Wir sind im Moment getragen und das hat auch Euer, Ihr Gebet bewirkt. Vergelt's Gott.

 Diakon Thomas Volkmuth und Familie

gedenkbild emanuel volkmuth

Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in unserer Pfarreiengemeinschaft!

 In den letzten Tagen ist eine große Unsicherheit wegen der angedachten Osterruhe aufgetreten. Ich möchte dabei feststellen, dass der Begriff der Osterruhe aus der Sicht unseres Glaubens nicht passt. Es gibt die Grabesruhe am Karsamstag, an Ostern feiern wir Christen. Ich möchte als Ihr Pfarrer zur Möglichkeit dieser Feiern an Ostern Stellung nehmen:

Nach der Verordnung des Generalvikars Dr. Vorndran zu den Gottesdiensten vom 29.03. - 18.04. können Präsenzgottesdienste gefeiert werden unter Einhaltung der vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen. Die Hygienekonzepte der Kirchen werden auch von den staatlichen Stellen anerkannt und gewürdigt. Nach Rücksprache im pastoralem Raum mit Dekan Dr. A. Krefft und Pfr. Leo Brand halten wir im pastoralem Raum Bad Neustadt an den Präsenzgottesdiensten und damit auch an unserer Gottesdienstordnung für die Feiertage fest.

Wir möchten damit auch deutlich machen, dass wir durch unsere Gottesdienste den Menschen eine Kraftquelle in dieser schwierigen Zeit anbieten. Gerade die Feier des Todes und der Auferstehung Jesu zeigt uns unsere menschliche Gebrechlichkeit, aber auch die Hoffnung, dass das Leben, das Gott uns schenkt, stärker ist als der Tod. Ich habe selbstverständlich Verständnis, für alle, die aus persönlichen Bedenken lieber die Gottesdienste, die gestreamt werden, wahrnehmen möchten. Es werden die Gottesdienste aus dem Dom, aber auch aus der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in der Altstadt übertragen.

Wir werden die Gottesdienste, die normalerweise allein durch die Lesungen z. B. in der Osternacht eine größere Länge haben, in diesem Jahr liturgisch auf das Nötige reduzieren - mit Rücksicht auf die erforderlichen Hygienemaßnahmen. Das umfaßt auch den Ministrantendienst, der mit zwei Ministranten pro Gottesdienst genügen muss.

Bitte beachten Sie: Die Osternacht in Brendlorenzen wird von 20.30 Uhr auf 20.00 Uhr vorverlegt, damit alle Teilnehmenden bei einer möglichen Ausgangssperre rechtzeitig zuhause sein können.

Die Erstkommuniongottesdienste in unserer Pfarreiengemeinschaft möchten wir wie geplant beibehalten. Darüber werden auch die Eltern von uns informiert. Schon zu Beginn der Kommunionvorbereitung hatten wir den Eltern angeboten, wenn sie es wünschen, an einem normalen Sonntag die Erstkommunion ihres Kindes mit ihrer Gemeinde zu feiern. Dieses Angebot haben schon einige Eltern angenommen.

Frau Bayer, Frau Manger, Frau Schneider, Prälat Rauch, Diakon Volkmuth und ich wünschen Ihnen und Euch einen guten Beginn der Heiligen Woche mit dem Palmsonntag und ein frohes und gesegnetes Osterfest.

Wir danken Ihnen für all Ihre Mitsorge, Ihr Engagement und Gebet.

 

Mit herzlichem Gruß 

Ihr Pfarrer Thomas Keßler

 

Nach mehr als 6 Jahren in unserer Pfarreiengemeinschaft verlässt uns Pater Lawrence und kehrt in seine Heimat nach Indien zurück. Am 21.3. wurde er im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes in der Kirche Herschfeld verabschiedet. Wir danken ihm für all die herzlichen Begegnungen und bedauern seinen Weggang sehr. Hier die Predigt, die Pfarrer Thomas Keßler zu diesem Anlass gehalten hat:

5. Fastensonntag B / Abschiedsgottesdienst für P. Lawrence, Herschfeld, 21.3.2021

Lieber Lawrence, liebe Schwestern und Brüder!

Die Entscheidung Deiner Ordensprovinz der Karmeliten in Indien, Dich in Dein Heimatkloster zurück zu berufen hat uns hier in der Pfarreiengemeinschaft, aber auch im Ordinariat, heftig die Stirne runzeln lassen. Wir hätten Dich gerne noch eine Zeit lang bei uns behalten. Die Abschiedsgottesdienste in den einzelnen Gemeinden unserer Pfarreiengemeinschaft und dieser gemeinsame Gottesdienst zeigen Dir, dass wir Dich gerne bei uns gehabt haben und Dir dankbar für Dein Wirken in der Seelsorge sind. Dein Heimgehen nach Indien in Deine Ordensgemeinschaft hat auch Fragen bei uns aufgeworfen. Zunächst kam der Gedanke bei vielen: Wie wird das mit den Gottesdiensten? Gibt es viele Kürzungen? Rückt die amtliche Seelsorge weiter weg, wenn nur ein Priester und ein Diakon verbleiben? Du wirst vielen Gemeindemitgliedern durch Deine freundliche, zugewandte Art fehlen.

Was Du, und was wir alle erleben, hat aber zutiefst mit unserem Glauben zu tun. Wir nennen Abraham den Urvater des Glaubens. Am Anfang traf ihn der Ruf Gottes: „Brich auf“- und durch seine Lebensgeschichte und die ganze heilige Schrift zieht sich wie ein roter Faden die Herausforderung Gottes an Abraham: „Brich auf, vertrau mir, Du sollst ein Segen sein!“ Selbst im so klassischen Begriff der Pfarrei steckt der Ruf zum Aufbruch drin. Wenn wir diesen Begriff „Pfarrei“ sprachlich zurückverfolgen, heißt das: „die neben dem Haus wohnen“, die also bereit sind aufzubrechen und Neues zu wagen auf Gott hin. Heute jedoch verbindet sich oft mit Pfarrei ein Denken von Bewahren und Bestandsicherung des Gewohnten.

Die Frage, wie es nun weitergeht, wenn Du aufbrichst, darf uns aber den Blick nicht dafür verstellen, was Du bist: nämlich ein Ordensmann. Und Ordenschristen dürfen wir nicht in erster Linie als Lückenfüller für die personellen Löcher in unserem Bistum und in der ganzen deutschen Kirche verstehen. Wir dürfen dankbar sein für die Solidarität der katholischen Kirche in Indien und Afrika, die uns jetzt hilft. Sie zeigt uns damit, dass wir als katholische Christen miteinander weltweit verwoben sind und Mission schon längst keine Einbahnstraße mehr von uns in die übrige Welt ist. Im gesamten pastoralen Raum Bad Neustadt sind wir einschließlich des Klinikums nur noch vier Würzburger Diözesanpriester im aktiven Dienst von Wargolshausen bis Burglauer. Das verpflichtet uns aber auch, gegenüber der Weltkirche und ihrer Zentrale deutlich zu machen, dass mit dem Rückgang an Priestern bei uns auch die Sakramente als ein Wesensmerkmal der Kirche weniger gefeiert werden können und sich viele Priester ausgebrannt fühlen. Auf Dauer geht das an unsere katholische Substanz. Da gehören dann aber auch die Zulassungsbedingungen zum priesterlichen Dienst in die offene Diskussion - und das nicht nur in Leserbriefen, sondern auch in der Kirchenleitung.

Lieber Lawrence, Du gehörst zum Orden der Karmeliten, der die Nachfolge Jesu in Gemeinschaft leben will. Mit Eurer Spiritualität seid Ihr aber auch wichtig für uns in den Gemeinden. Durch Euer Dasein in den Klöstern von Rödelmaier und Himmelspforten oder im Kloster in der Würzburger Innenstadt gebt ihr ein stilles Zeugnis von Gott, der mitten unter uns ist.

 Eine der prägenden biblischen Gestalten für Euren Orden ist der Prophet Elija. Er musste lernen, dass Gott kein lärmender, kriegerischer Gott oder eine Naturgottheit ist, sondern in der Stille die Herzen der Menschen mit seiner Barmherzigkeit berührt. „Gott lebt, ich stehe vor seinem Angesicht“, heißt der Leitspruch des Karmelitenordens und greift damit ein Wort des biblischen Elija auf. Dieses Wort hat Aktualität über Deinen Orden hinaus. Bei allem Ringen in der Kirche über ihre zukünftige Gestalt, bei allen Überlegungen, wie christliches Leben heute gestaltet werden kann, dürfen wir das nicht vergessen: „Gott lebt, ich stehe vor seinem Angesicht“. Und dieser Gott schaut uns an in Jesus von Nazareth. Teresa von Avila, neben Johannes vom Kreuz Gründerin Deines Ordens, schreibt, dass ihr Beten davon getragen ist, „den anzuschauen, der mich anschaut“. Die Karmeliten fassen das prägnant in den Worten zusammen: „Schau, er schaut dich an!“.

Damit wird uns allen gesagt, was in unserem christlichen Sinn zu glauben bedeutet. Der Karmelitenpater Reinhard Körner drückt es so aus: „Glauben meint: mir innerlich bewusst machen, dass Gott da ist – verborgen natürlich – und ihn anschauen; nicht nur, um dann mit ihm zu reden, sondern zuallererst, um wahrzunehmen, dass er mich anschaut mit unsagbar liebevollem Blick“. Und Gott schaut auch jeden anderen Menschen an, auch den, der mir ganz und gar nicht sympathisch ist, ja selbst, mit Johannes vom Kreuz gesprochen, den größten Sünder der Welt. Wenn Gott uns alle in Liebe anschaut, dürfen wir dann den Menschen, die darum bitten, den Segen verweigern?

 Liebe Schwestern und Brüder, das macht letztlich unser christliches Verständnis zu glauben und unsere Art, Mensch zu sein, aus. Aber die heilige Teresa fragt auch uns an, wenn sie klagt: „Ach Herr, der ganze Schaden für uns kommt doch daher, dass wir unsere Augen nicht auf dich gerichtet halten“. Vielleicht ist das unser Problem, dass wir uns mehr innerkirchlich beschäftigen und dabei die Frage nach Gott und seine Anwesenheit vergessen.

 Lieber Lawrence, in Deinem seelsorglichen Wirken bei uns hast Du mitgeholfen, dass wir nicht vergessen, dass Gott uns anschaut und wir ihn anschauen dürfen im Leben seines Sohnes Jesus Christus. Der heutige Abschnitt aus dem Johannesevangelium gibt für Dich und für uns an den verschiedenen Orten, wo wir unser Christsein leben, Orientierung - ob Du bald wieder im Kloster oder wir als Christinnen und Christen in den Gemeinden: Unseren Weg mit Jesus zu gehen, sich dabei nicht selbst in den Mittelpunkt zu stellen, ja sogar seine eigenen Pläne hintan zu stellen und so Jesus nachzufolgen. Wir können es wagen, weil Gott uns voll Liebe anschaut.

Lieber Lawrence, in unser aller Namen wünsche ich Dir auf Deinem weiteren Weg mit Deiner Ordensgemeinschaft Gottes liebenden Blick und seinen Segen. Amen.

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Pater Lawrence bedankt sich

Am 22.11.  wurde Pfarrer Keßler in unserer PG eingeführt. Für alle, die aufgrund der Corona-Beschränkungen nicht teilnehmen konnten, hier eine Aufzeichnung des Gottesdienstes: Video des Gottesdienstes hier klicken.

Der Hl. Abend wurde 2020 anders gefeiert als sonst üblich. Aufgrund der Corona-Auflagen fanden die Gottesdienste zum größten Teil im Freien statt. Am Nachmittag traffen sich Familien vor der Kirche und feierten gemeinsam eine Kinderkrippenfeier, um 18 Uhr war dann die ganze Gemeinde zu einem weihnachtlichen Gottesdienst eingeladen. Hier einige Bilder (wegen der Dunkelheit zum Teil etwas unscharf):

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Der Frauenbund Brendlorenzen gestaltete am 8. Dezember eine Adventsandacht mit dem Motto: “Du bist das Licht der Welt”. 

In 6 Stationen wurden die unterschiedlichsten Lichtquellen aufgezeigt, ihre Bedeutung erörtert und auch gegenständlich dargestellt. Entsprechende Bibeltexte und Gebete wurden dazu vorgetragen und durch Lieder vertieft, die durch das instrumentale Orgelspiel klangvoll  waren. Fürbitten, ein Segensgebet und schließlich der Schlußsegen von Pfarrer Thomas Keßler rundeten die adventliche Andacht ab. Beim Verlassen der Kirche ließen sich alle von der Lichterstimmung in der Kirche und im Kirchhof verzaubern und begeistern. Hier einige Impressionen (Fotos vom Frauenbund):

 

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Als einen immer wieder gern gesehenen Gast haben am Sonntag die Redner in Rödelmaier Pfarrer Hans Beetz bezeichnet. Im Rahmen des Gottesdienstes, der vom Singkreis mitgestaltet wurde und einer anschließenden kurzen Feier am Kirchplatz wurde der Geistliche verabschiedet. Er selbst versprach, immer wieder einmal nach Rödelmaier zu kommen, denn hier habe er sich sehr wohl gefühlt. Die Gemeinde habe ihm gezeigt, dass sie gerne feiert und dies vor allem auch im Hinblick auf das kirchliche Leben. Der scheidende Pfarrer nannte die Festtage aber auch Prozessionen. Sein Dank galt dem Kindergartenteam und den Kindern, die ihm digital einen Gruß gesandt hatten, aber auch der Gemeinde, mit der ein gutes Verhältnis bestand. Er erwähnte die Musikkapelle Rödelmaier, die die Verabschiedung umrahmte, aber auch bei kirchlichen Festen und Prozessionen aufspielte. Herausgestellt hat er Kirchenpflegerin Andrea Bayer, die im Hintergrund gewirkt hatte, dies vor allem bei den zahlreichen Baumaßnahmen, aber auch im Kirchendienst. „Ich werde Rödelmaier nicht vergessen und komme immer wieder gerne als Gast zu Euch!“

 

Kirchenpflegerin Andrea Bayer, gleichzeitig Mesnerin, erinnerte an die vergangenen 15 Jahre, in denen Pfarrer Hans Beetz in Rödelmaier segensreich wirkte. Natürlich hätte man ihn gerne im größeren Rahmen mit gemütlichem Beisammensein verabschiedet, aber hier habe Corona einen Strich durch die Rechnung gemacht. Für die Rödelmaierer sei es eine Umstellung gewesen, als Pfarrer Hans Beetz 2005 die Pfarrei übernahm. Bis dahin hatte man einen eigenen Geistlichen, den man bis 1987 mit der Filialgemeinde Dürrnhof teilte. Pfarrer Hans Beetz sei stets seelsorgerischer Begleiter bei freudigen und traurigen Ereignissen gewesen. Hinzu kamen aber auch einige größere und kleinere Baumaßnahmen. Andrea Bayer erinnerte unter anderem an die Freilegung der Malereien an den Stützpfeilern des Chorbogens, die Restaurierung der Kreuzwegstationen, die Sanierung der Glockenanlage, den Umbau und Ausbau des Kindergartens. Trotz dieser Maßnahmen kann Pfarrer Beetz seinem Nachfolger Pfarrer Thomas Keßler eine schuldenfreie Pfarrei übergeben.

 

Andrea Bayer erinnerte an die humorvolle und unkomplizierte Art des Pfarrers. Es sei eine vertrauensvolle Zusammenarbeit bei Baumaßnahmen, Kindergartenverwaltung und im Pfarrbüro gewesen. Als Dank gab es neben einer finanziellen Beteiligung an der Israel-Reise, die nach der Corona-Pandemie mit der Pfarreiengemeinschaft stattfindet, einen Präsentkorb mit regionalen Produkten. Hinzu kamen DVDs mit den Aufnahmen der Glocken von Rödelmaier, 1992 vom Bayerischen Rundfunk ausgestrahlt, eine Reportage des Bayerischen Rundfunks aus dem Jahre 1988 über das Karmelitinnenkloster und eine Aufnahme vom Krippensingen im Karmel. Andrea Bayer: „Im Namen der Pfarrei St. Ägidius Rödelmaier bedanke ich mich für Ihr seelsorgerisches Wirken und wünsche Gesundheit und Gottes Segen für noch viele Jahre mit der Bitte auch die Rödelmaierer weiterhin in Ihr Gebet mit einzuschließen.“

 

Gregor Palau verabschiedete sich im Namen der Ministranten, hob das gute Miteinander hervor und wünschte im Ruhestand Gottes Segen. Kindergartenleiterin Angelika Balling dankte für die gute Zusammenarbeit. Sie erwähnte Besuche im Kindergarten unter anderem beim Blasiussegen, beim Auflegen des Aschenkreuzes oder bei der Martinsfeier. Da die Kindergartenkinder aufgrund von Corona nicht bei der Verabschiedung dabei sein konnten, sagten sie ein Abschiedsgedicht als Aufzeichnung auf und hatten ein Bild gestaltet. Für den Ruhestand wünschte die Kindergartenleitung dem scheidenden Pfarrer alles Gute und sagte „Vergelt´s Gott.“

 

Dem schloss sich Zweiter Bürgermeister Thomas Wirsing an, der im Namen des erkrankten Bürgermeisters Michael Pöhnlein für das gute Miteinander dankte. Pfarrer Beetz sei immer zur Stelle gewesen bei freudigen, ernsten, traurigen aber auch festlichen Anlässen. Besonders erwähnt hat Thomas Wirsing die Sorge des Pfarrers um das Kirchengebäude und andere kirchliche Einrichtungen. An erster Stelle nannte er den Kindergarten, in dem die Kinder kompetent, verlässlich und liebevoll betreut werden. „Diese Einrichtung wurde in den zurückliegenden Jahren unter Ihrer Führung und Verantwortung stetig, entsprechend den steigenden und sich wandelnden Ansprüchen baulich und strukturell weiterentwickelt.“ Pfarrer Hans Beetz sei aber auch das gelingendes Gemeindeleben in all seinen verschiedenen Ausprägungen und zum Wohl der Rödelmaierer Bürger ein Herzensanliegen gewesen. Stellvertretend für alle Bürgerinnen und Bürger und für den erkrankten Bürgermeister Michael Pöhnlein wünschte er einen guten Ruhestand, viel Freude an der kommenden Zeit, interessante Begegnungen „ und, dass sie uns nicht ganz vergessen.“ Mit dem Frankenliedmarsch, gespielt von der Musikkapelle Rödelmaier verabschiedete sich diese von dem Geistlichen.

Ein Beitrag von Hanns Friedrich

Aufgrund der hohen Infektionswerte mussten die gemeinsamen Friedhofsgänge an Allerheiligen abgesagt werden.  Gräbersegnungen finden zwar statt, allerdings nicht zu einer vorgegebenen Zeit, damit keine Zusammenkunft entsteht.

Trotzdem können die Angehörigen auf den Friedhof gehen, wie es an diesem Tag Tradition ist, um ihren Verstorbenen zu gedenken und für sie zu beten. Impulse, Vorlagen dafür können Sie hier finden: 

Ideen für Allerheiligen in der Familie

Totengedenken an Allerheiligen

 

Am 25.10.2020 wurde Pfarrer Hans Beetz im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes in der Kirche Herschfeld verabschiedet. Da aufgrund der Coronabestimmungen nur eine begrenzte Anzahl teilnehmen konnte, waren "nur" die Vertreter der einzelnen Gemeinden und kirchlichen Gruppierungen anwesend. Musikalisch wurde der Gottesdienst von Orgelspiel, Sologesang und einer Bläsergruppe mitgestaltet. Am Ende des Gottesdienst würdigten Vertreter aus Politik und Kirche das Wirken von Pfarrer Hans Beetz.

Der Gottesdienst ist auf Youtube zu sehen unter diesem Link: https://youtu.be/uJPOX6BTV3M

Verabschiedungen in den einzelnen Gemeinden haben schon stattgefunden, bzw. finden noch statt, damit jeder Gottesdienstbesucher die Möglichkeit hat, persönlich (mit Abstand) Abschied zu nehmen.

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