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Am 22.11.  wurde Pfarrer Keßler in unserer PG eingeführt. Für alle, die aufgrund der Corona-Beschränkungen nicht teilnehmen konnten, hier eine Aufzeichnung des Gottesdienstes: Video des Gottesdienstes hier klicken.

 Les: Apg 8,26-38 Ev: Mt 5,13-16

 

Liebe Mitchristen!

Vieles hat sich im vergangenen Jahr in unserem Land verändert. Vor einem Jahr hätten wir noch nicht daran gedacht, wie die Corona-Pandemie das wirtschaftliche, gesellschaftliche und unser kirchliches Leben beeinflusst.

Es gab viele Veränderungen, Vorschriften und Regelungen, mit denen wir zurechtkommen mussten und immer noch müssen.

Und in der Kirche? Viele sagen: da ändert sich nichts. Sie befürchten, dass der Synodale Weg der Kirche in Deutschland eine Aktion ist, die am Ende kein Ergebnis zeigt und nur Enttäuschung bleibt. Die heißen seelsorglichen Eisen wie der Umgang mit Geschiedenen und Wiederverheirateten, ökumenische Fragestellungen und die weniger werdende Zahl der Priester würden eh nicht angerührt, obwohl die Theologie Wege aufweist.

Aber stimmt das eigentlich, dass sich nichts ändert? Es ändert sich sogar viel. Nur wir ändern uns oft nicht im Sinn des Evangeliums, sondern wir werden geändert durch das, was um uns geschieht. Die ungewollten Veränderungen bekommen wir zu spüren, nur nehmen wir sie oft nicht zur Kenntnis, auch nicht in unseren Gemeinden, obwohl sie uns im Grunde ins Innerste treffen.

Nun ein kurzer Jahresrückblick auf unsere Pfarreiengemeinschaft:

Insgesamt hatten wir in allen Gemeinden im vergangenen Jahr 42 Beerdigungen und 14 Taufen. 23 Katholiken sind aus der Kirche ausgetreten, sei es aus finanziellen Gründen, weil für sie der Glaube nicht mehr wichtig ist oder aus Enttäuschung. Wiedereintritte in die Kirche gab es nicht. Dem stehen 14 Taufen gegenüber. Auf circa fünf Abgänge durch Tod oder Austritt kommt also ein Neuzugang durch die Taufe. Merken Sie, wie die Schere auseinander geht? Wir Christen werden weniger, unsere Gemeinden kleiner. Unser Bistum verliert - wenn es keine Trendwende gibt - pro Jahrzehnt ca. 100 000 Katholiken. Die Altersstruktur unserer Bevölkerung ist hierfür sicher ein Grund. Das ist wissenschaftlich erforscht. Daran wird sich nichts ändern lassen.

Es gibt aber auch andere Gründe: Immer mehr Jugendliche können den Glauben nicht verlieren. Er ist in ihnen überhaupt nicht gewachsen, weil ihr Umfeld, das Elternhaus, oft schon als Nährboden hierfür ausfällt.

Für viele Menschen ist Religion zur Privatsache geworden, manche basteln sich ihren Glauben selbst zurecht und in unserer Gesellschaft bekommt die Meinung eine immer breitere Basis, dass die Religion nicht in den öffentlichen Raum gehört. Wir sind ernsthaft in Gefahr, unser kostbarstes Erbe wie auf einem Trödelmarkt zu verschleudern: den Glauben an Gott, der Mensch geworden ist aus Liebe zu uns und der Gemeinschaft will: das Volk Gottes, die Kirche.

Veränderungen wahrnehmen - das ist das eine. Aber hat das Folgen bei uns? Es hilft uns nicht, wenn wir wehleidig über die schwierigen Zeiten für den Glauben und die Kirche jammern, aber auch nicht, wenn wir in unserer deutschen Kirche bis hinein in die Gemeinden einfach so weitermachen.

Dieses pastorale „Weiter - Mach - Modell“ sehen wir heute Abend wieder im Fernsehen in dem Sketch „Dinner for one“. Da sitzt außer der alten Lady niemand mehr am Tisch, aber für den alten Butler gilt: „James, the same procedure as every year“.

 Einmal konkret in unsere Situation hinein gefragt: Entspricht der Weiße Sonntag, so wie wir ihn seit Jahrzehnten jährlich feiern, noch der Glaubenssituation der meisten Kinder und ihrer Eltern? Ist das nur noch feierliche Fassade für ein Familienfest, das dann auch noch möglichst in jeder Gemeinde gefeiert werden muss? Sollte da nicht auch einmal über eine nötige Veränderung nachgedacht werden dürfen?

 Schönreden hilft uns nicht und Schwarzmalen schon gar nicht. Denn Gott ist es, der uns diese Zeit zumutet und uns da hineinstellt. Wir haben hier und heute eine Mission, da sind wir unersetzlich - und das dürfen wir auch als Christen in dieser unserer Kirche mit ihren Blessuren ohne Überheblichkeit, aber selbstbewusst, sagen.

Das Wort Mission hat es in sich. Viele denken: „Ja, wir selbst werden schon noch katholisch bleiben. Aber andere für den Glauben gewinnen? Das gelingt uns doch oft in der eigenen Familie nicht, bei den Kindern oder Enkeln den Glauben zu wecken und wachzuhalten.“

Es gehört zur Ehrlichkeit zuzugeben, dass die Kirche bis in die Gemeinden hinein in unserem Land oft wenig Faszination ausübt, schon gar nicht auf Jugendliche. Man erwartet nichts mehr von der Kirche. Es gibt manches Mal auch Enttäuschung durch mangelnde Wertschätzung und Unterstützung, Kräfteverschleiß durch einen mäßig christlichen Umgang miteinander und zu wenig Evangelium. Die Verwaltung aber funktioniert.

 Vor lauter Bemühungen, den Betrieb am Laufen zu halten und Erwartungen zu befriedigen, stehen wir Christen in der Gefahr, ob haupt -oder ehrenamtlich tätig, die Kraft und die Ausstrahlung zu verlieren für die, die nicht mehr oder noch nicht zu uns gehören. Der ehemalige Bischof von Limburg, Franz Kamphaus, dem ich auch den Impuls für diese Predigt verdanke, brachte es auf den Punkt, als er sagte:

 „Die schleichende Säkularisierung von innen, die unbemerkt mit rastloser Betriebsamkeit einhergehen kann, geht an die Substanz und ist viel gefährlicher für den Glauben als der Verlust gesellschaftlicher Positionen... Wenn die Kreuzesreligion zur Bedürfnisreligion wird, dienen wir schließlich keinem mehr, nicht Gott und nicht den Menschen“. Zitat Ende.

 Der eigentliche Mangel, an dem wir in unserer Kirche immer mehr leiden, ist nicht das knapper werdende Geld. Uns fehlt bis hinein in unsere Gemeinden die Überzeugung, dass wir eine Mission haben. Mit dem Evangelium haben wir eine Botschaft, für die es in der Welt keine bessere Alternative gibt. Das Wort vom Licht der Welt und vom Salz für diese Erde aus der Bergpredigt, das wir im Evangelium gehört haben, ist die Bestätigung Jesu für dieses unersetzbar sein von uns Christen. Diese Botschaft fordert uns aber auch heraus, selbst neu auf sie zu hören. Nur so können wir das Evangelium unter die Menschen bringen, wenn es für unser eigenes Leben die Kraftquelle ist, aus der wir leben.

Spielt die Heilige Schrift im Leben von uns Katholiken eine prägende Rolle oder ist sie vermeintlich nur etwas für Spezialisten? An Weihnachten haben wir immer wieder gehört, dass Jesus das Licht ist, das von der Krippe ausstrahlt. Zu diesem Licht kommen wir aber nicht im Sitzen und nicht allein durch Sitzungen, in denen das Evangelium als Maßstab unseres Handelns oft gar nicht vorkommt. Das Evangelium will uns allen vielmehr Beine machen und uns in Bewegung bringen, um den Menschen zu bezeugen, dass Jesus für uns und für sie das Licht für ihr Leben ist. Das ist unsere Mission.

 Wahrnehmen verändert. Wahrnehmen, das meint nicht nur sehen, vielleicht klagen über die schwierigen Zeiten für den Glauben und dann einfach so weitermachen. So verändert sich nichts. Wahrnehmen heißt vielmehr: seine Aufgabe wahrnehmen und handeln.

Mission heute bedeutet für uns Christen zunächst einmal selbst in unserem Umfeld mit unseren Stärken und Schwächen glaubwürdig christlich zu leben. Wort und Handeln, Gottesdienst feiern und unser Alltag gehören zusammen: Der Religionslehrer, der nicht nur vom Glauben redet, sondern ihn auch selbst lebt; die Schwester der Caritas-Sozialstation, die der Liebe Christi zu den Menschen ihr eigenes Gesicht gibt; die Erzieherin im Kindergarten, die das Kirchenjahr mit den Kindern feiert und es selbst in ihrer Gemeinde mit lebt; die Eltern, die mit ihrem Kind abends an der Bettkante beten; die Priester, Diakone und pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die nicht nur Gemeinschaft in den Pfarreien von ihrem Dienst her gestalten, sondern Gemeinschaft auch selbst miteinander leben: sie alle sind lebendiges Evangelium.

Ich selbst habe mich als Generalvikar bei der Umstrukturierung der Diözese stark engagiert. Ich weiß aber auch, eine organisatorische Veränderung allein macht es nicht.

Heute ist besonders ein glaubwürdiges Wort, ein Gespräch von Mensch zu Mensch gefragt, wie es Philippus mit dem Kämmerer der Königin der Äthiopier tat: Woraus lebe ich? Was lässt mich glauben und hoffen? Warum bin ich Christ in dieser Kirche und warum bleibe ich es? Dort wo ein Christ, eine Christin jemanden in sein Leben und in sein Herz schauen lässt, da kann auch heute noch das geschehen, was in dem Gespräch zwischen Philippus und dem Hofbeamten geschah: Er fand zum Glauben.

Christen, die mitten im Lebensalltag ihr geistliches Profil zeigen - unaufdringlich, aber erkennbar, selbstbewusst, aber nicht überheblich - die lassen auch heute aufhorchen. Und das ist nicht allein die Aufgabe der Bewohner von Pfarrhäusern und Klöstern oder anderer Kirchenprofis.

Wahrnehmen verändert. Das gilt auch für uns Seelsorger. Wir dürfen wahrnehmen, dass sich viele Menschen in unserer Pfarreiengemeinschaft ehrenamtlich einsetzen, damit Gemeindeleben in seiner vielfältigen Form möglich ist. Dafür möchte ich auch im Namen des gesamten Seelsorgeteams Danke sagen, denn das lässt uns eben nicht resignieren, sondern gibt auch uns Mut und Kraft für unseren Dienst. Sie und viele andere, die unserem Glauben durch ihr Leben Farbe geben, helfen mit, dass deutlich wird: Der Glaube lässt das Leben nicht verkümmern, er engt es nicht ein, sondern setzt es frei und macht es reich.

 Ich wünsche Ihnen als Ihr Pfarrer zum Jahreswechsel und für das neue Jahr, dass wir in aller Offenheit im Blick auf unsere Glaubenssituation, auf unsere Kirche und unsere Pfarreiengemeinschaft feststellen dürfen:

 Wahrnehmen verändert: die Situation - und uns selbst. Amen.

Pfr. Thomas Keßler

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Hl. Abend wurde 2020 anders gefeiert als sonst üblich. Aufgrund der Corona-Auflagen fanden die Gottesdienste zum größten Teil im Freien statt. Am Nachmittag traffen sich Familien vor der Kirche und feierten gemeinsam eine Kinderkrippenfeier, um 18 Uhr war dann die ganze Gemeinde zu einem weihnachtlichen Gottesdienst eingeladen. Hier einige Bilder (wegen der Dunkelheit zum Teil etwas unscharf):

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Der Frauenbund Brendlorenzen gestaltete am 8. Dezember eine Adventsandacht mit dem Motto: “Du bist das Licht der Welt”. 

In 6 Stationen wurden die unterschiedlichsten Lichtquellen aufgezeigt, ihre Bedeutung erörtert und auch gegenständlich dargestellt. Entsprechende Bibeltexte und Gebete wurden dazu vorgetragen und durch Lieder vertieft, die durch das instrumentale Orgelspiel klangvoll  waren. Fürbitten, ein Segensgebet und schließlich der Schlußsegen von Pfarrer Thomas Keßler rundeten die adventliche Andacht ab. Beim Verlassen der Kirche ließen sich alle von der Lichterstimmung in der Kirche und im Kirchhof verzaubern und begeistern. Hier einige Impressionen (Fotos vom Frauenbund):

 

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Als einen immer wieder gern gesehenen Gast haben am Sonntag die Redner in Rödelmaier Pfarrer Hans Beetz bezeichnet. Im Rahmen des Gottesdienstes, der vom Singkreis mitgestaltet wurde und einer anschließenden kurzen Feier am Kirchplatz wurde der Geistliche verabschiedet. Er selbst versprach, immer wieder einmal nach Rödelmaier zu kommen, denn hier habe er sich sehr wohl gefühlt. Die Gemeinde habe ihm gezeigt, dass sie gerne feiert und dies vor allem auch im Hinblick auf das kirchliche Leben. Der scheidende Pfarrer nannte die Festtage aber auch Prozessionen. Sein Dank galt dem Kindergartenteam und den Kindern, die ihm digital einen Gruß gesandt hatten, aber auch der Gemeinde, mit der ein gutes Verhältnis bestand. Er erwähnte die Musikkapelle Rödelmaier, die die Verabschiedung umrahmte, aber auch bei kirchlichen Festen und Prozessionen aufspielte. Herausgestellt hat er Kirchenpflegerin Andrea Bayer, die im Hintergrund gewirkt hatte, dies vor allem bei den zahlreichen Baumaßnahmen, aber auch im Kirchendienst. „Ich werde Rödelmaier nicht vergessen und komme immer wieder gerne als Gast zu Euch!“

 

Kirchenpflegerin Andrea Bayer, gleichzeitig Mesnerin, erinnerte an die vergangenen 15 Jahre, in denen Pfarrer Hans Beetz in Rödelmaier segensreich wirkte. Natürlich hätte man ihn gerne im größeren Rahmen mit gemütlichem Beisammensein verabschiedet, aber hier habe Corona einen Strich durch die Rechnung gemacht. Für die Rödelmaierer sei es eine Umstellung gewesen, als Pfarrer Hans Beetz 2005 die Pfarrei übernahm. Bis dahin hatte man einen eigenen Geistlichen, den man bis 1987 mit der Filialgemeinde Dürrnhof teilte. Pfarrer Hans Beetz sei stets seelsorgerischer Begleiter bei freudigen und traurigen Ereignissen gewesen. Hinzu kamen aber auch einige größere und kleinere Baumaßnahmen. Andrea Bayer erinnerte unter anderem an die Freilegung der Malereien an den Stützpfeilern des Chorbogens, die Restaurierung der Kreuzwegstationen, die Sanierung der Glockenanlage, den Umbau und Ausbau des Kindergartens. Trotz dieser Maßnahmen kann Pfarrer Beetz seinem Nachfolger Pfarrer Thomas Keßler eine schuldenfreie Pfarrei übergeben.

 

Andrea Bayer erinnerte an die humorvolle und unkomplizierte Art des Pfarrers. Es sei eine vertrauensvolle Zusammenarbeit bei Baumaßnahmen, Kindergartenverwaltung und im Pfarrbüro gewesen. Als Dank gab es neben einer finanziellen Beteiligung an der Israel-Reise, die nach der Corona-Pandemie mit der Pfarreiengemeinschaft stattfindet, einen Präsentkorb mit regionalen Produkten. Hinzu kamen DVDs mit den Aufnahmen der Glocken von Rödelmaier, 1992 vom Bayerischen Rundfunk ausgestrahlt, eine Reportage des Bayerischen Rundfunks aus dem Jahre 1988 über das Karmelitinnenkloster und eine Aufnahme vom Krippensingen im Karmel. Andrea Bayer: „Im Namen der Pfarrei St. Ägidius Rödelmaier bedanke ich mich für Ihr seelsorgerisches Wirken und wünsche Gesundheit und Gottes Segen für noch viele Jahre mit der Bitte auch die Rödelmaierer weiterhin in Ihr Gebet mit einzuschließen.“

 

Gregor Palau verabschiedete sich im Namen der Ministranten, hob das gute Miteinander hervor und wünschte im Ruhestand Gottes Segen. Kindergartenleiterin Angelika Balling dankte für die gute Zusammenarbeit. Sie erwähnte Besuche im Kindergarten unter anderem beim Blasiussegen, beim Auflegen des Aschenkreuzes oder bei der Martinsfeier. Da die Kindergartenkinder aufgrund von Corona nicht bei der Verabschiedung dabei sein konnten, sagten sie ein Abschiedsgedicht als Aufzeichnung auf und hatten ein Bild gestaltet. Für den Ruhestand wünschte die Kindergartenleitung dem scheidenden Pfarrer alles Gute und sagte „Vergelt´s Gott.“

 

Dem schloss sich Zweiter Bürgermeister Thomas Wirsing an, der im Namen des erkrankten Bürgermeisters Michael Pöhnlein für das gute Miteinander dankte. Pfarrer Beetz sei immer zur Stelle gewesen bei freudigen, ernsten, traurigen aber auch festlichen Anlässen. Besonders erwähnt hat Thomas Wirsing die Sorge des Pfarrers um das Kirchengebäude und andere kirchliche Einrichtungen. An erster Stelle nannte er den Kindergarten, in dem die Kinder kompetent, verlässlich und liebevoll betreut werden. „Diese Einrichtung wurde in den zurückliegenden Jahren unter Ihrer Führung und Verantwortung stetig, entsprechend den steigenden und sich wandelnden Ansprüchen baulich und strukturell weiterentwickelt.“ Pfarrer Hans Beetz sei aber auch das gelingendes Gemeindeleben in all seinen verschiedenen Ausprägungen und zum Wohl der Rödelmaierer Bürger ein Herzensanliegen gewesen. Stellvertretend für alle Bürgerinnen und Bürger und für den erkrankten Bürgermeister Michael Pöhnlein wünschte er einen guten Ruhestand, viel Freude an der kommenden Zeit, interessante Begegnungen „ und, dass sie uns nicht ganz vergessen.“ Mit dem Frankenliedmarsch, gespielt von der Musikkapelle Rödelmaier verabschiedete sich diese von dem Geistlichen.

Ein Beitrag von Hanns Friedrich

Aufgrund der hohen Infektionswerte mussten die gemeinsamen Friedhofsgänge an Allerheiligen abgesagt werden.  Gräbersegnungen finden zwar statt, allerdings nicht zu einer vorgegebenen Zeit, damit keine Zusammenkunft entsteht.

Trotzdem können die Angehörigen auf den Friedhof gehen, wie es an diesem Tag Tradition ist, um ihren Verstorbenen zu gedenken und für sie zu beten. Impulse, Vorlagen dafür können Sie hier finden: 

Ideen für Allerheiligen in der Familie

Totengedenken an Allerheiligen

 

Am 25.10.2020 wurde Pfarrer Hans Beetz im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes in der Kirche Herschfeld verabschiedet. Da aufgrund der Coronabestimmungen nur eine begrenzte Anzahl teilnehmen konnte, waren "nur" die Vertreter der einzelnen Gemeinden und kirchlichen Gruppierungen anwesend. Musikalisch wurde der Gottesdienst von Orgelspiel, Sologesang und einer Bläsergruppe mitgestaltet. Am Ende des Gottesdienst würdigten Vertreter aus Politik und Kirche das Wirken von Pfarrer Hans Beetz.

Der Gottesdienst ist auf Youtube zu sehen unter diesem Link: https://youtu.be/uJPOX6BTV3M

Verabschiedungen in den einzelnen Gemeinden haben schon stattgefunden, bzw. finden noch statt, damit jeder Gottesdienstbesucher die Möglichkeit hat, persönlich (mit Abstand) Abschied zu nehmen.

Wallfahrt daheim“ war das Motto einer Andacht des Frauenbundes Brendlorenzen die im Freien vor dem Pfarrheim stattfand.

Überraschend erschien Bischof Franz Jung zu Beginn der Gebetsveranstaltung. Der Bischof hatte von Pfarrer Hans Beetz eine Führung durch die Brender Pfarrkirche „St. Johannes der Täufer“ erhalten. Nach der Kirchenführung beteten die beiden Geistlichen gemeinsam mit den Frauen und es wurde der bischöfliche Segen erteilt.  

So ergänzten sich die beiden Ereignisse zur „Wallfahrt daheim“, Bischof Franz Jung war wandern – wallfahrtsmäßig unterwegs und wir Frauen haben gebetet.

Die Kirchenrechnung der Kirchenstiftung St. Nikolaus in Herschfeld liegt vom 25.09.-11.10.2020 im Pfarrbüro in Brendlorenzen zur Einsichtnahme aus. Einsichtnahme nach Terminvereinbarung mit Diakon Thomas Volkmuth, Telefon 01525 2368379, möglich.

P. Lawrence wurde am 11. September 60 Jahre jung. Im Rahmen des Gottesdienstes am Mittwoch, 16.9. mit anschließendem Stehempfang wurden ihm von Vertretern der Gemeinden Glückwünsche überbracht.

Günter Henneberger betonte in seiner Rede unter anderem die Offenheit, Spontanität und den Humor des Jubilars.

Grüße aus Masaka.

Herschfeld. (kar) An eine neue und ungewohnte Situation müssen sich die Gläubigen der Pfarreiengemeinschaft St. Martin Brend im Ferienmonat August gewöhnen. Denn erstmals seit 2005 ist es nicht möglich das Pfarrer Edward Nsanziiro aus Uganda die Urlaubsvertretung in diesen Pfarreien übernehmen kann. Denn Corona-bedingt werden in diesem Jahr in der Diözese Würzburg keine Priester aus dem Ausland eingesetzt. Aus diesem aktuellen Anlass meldete sich nun Pfarrer Edward per E-Mail bei Kirchenpflegerin Eva Mohr in Herschfeld und berichtete über die Lage in seinem Heimatland Uganda und aus seinem Wirkungskreis.

Nach seinen Angaben hat das Coronavirus auch Uganda im Griff und offiziell gibt es im Moment ca. 830 Infizierte, aber noch keine bestätigten Todesfälle. Uganda befindet sich seit Mitte März im Lockdown und somit sind auch die Schulen und Kirchen geschlossen. Das öffentliche Leben wurde weitestgehend heruntergefahren und Pfarrer Edward hat nun mehr Zeit für den Schulgarten und für Besuche bei seiner Mutter. Da die Schulen geschlossen sind, half er einigen Schülern zuhause beim Lernen. Die angenehme Seite von Corona ist für Pfarrer Edward, dass er nun einige Erholungspausen einlegen kann. Er bedauerte es sehr, dass er in diesem Jahr, nicht in seine zweite Heimat nach Herschfeld kommen kann und somit der persönliche Kontakt mit der Bevölkerung der Pfarreiengemeinschaft St. Martin Brend fehlt.

Begünstigt durch das gute Wetter, gab es im letzten Jahr eine gute Ernte und somit muss zurzeit niemand hungern, eine Sorge weniger, so Pfarrer Edward. Ein Vorhaben konnte im letzten Jahr abgeschlossen werden, dies war der Bau eines Brunnens mit zugehörigem Wasserreservoir. Somit ist die Wasserversorgung für die Schule und sogar für die umliegenden Ortschaften mittelfristig gesichert. Diese Maßnahme konnte mit Hilfe der Spenden aus der Pfarreiengemeinschaft St. Martin Brend umgesetzt werden. Trotz im Moment leerer Schule, denn die 800 Kinder sind wegen Corona zu Hause, und dem angebauten Internat, hat er ein weiteres Projekt geplant. Denn das Internat hat Plätze für 500 Mädchen und 100 Jungen und so möchte Pfarrer Edward weitere 200 Plätze für Jungen im Internat schaffen. Für dieses Projekt hofft Pfarrer Edward Nsanziiro auf Spenden und finanzielle Unterstützung aus der Pfarreiengemeinschaft St. Martin Brend. Zwecks Spenden kann das Pfarrbüro in Brendlorenzen 09771/2860 kontaktiert werden.

Abschließend war es ihm sehr wichtig noch einmal dem verstorbenen Pfarrer Raphael Morawin, sowie Pfarrer Hans Beetz für die jeweiligen Einladungen zu danken. Außerdem wünschte er Pfarrer Hans Beetz alles Gute für seinen Ruhestand und übermittelte Grüße und Gottes Segen für alle Gläubigen.

 

Bild wurde uns aus Uganda zu gemailt:

Pfarrer Edward vor seiner im Moment leeren Schule und dem Internat.

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Am Vorabend des Hochfestes Geburt Johannes des Täufers feierte Pfarrer Hans Beetz seinen 70. Geburtstag im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes. Dazu waren die Pfarrgemeinderäte und Kirchenverwaltungsmitglieder als Verteter aller Gemeinden der PG St. Martin, Brend eingeladen. Musikalisch wurde der Gottesdienst von Orgelspiel, Geige und einer Bläsergruppe mitgestaltet. Vor dem Schlusssegen sprachen Günter Henneberger, PGR-Vorsitzender Brendlorenzen, Landrat Thomas Habermann und 1. Bürgermeister Michael Werner ihre Glückwünsche aus. Im Anschluss fand im Pfarrgarten ein kleiner Stehempfang statt - "Corona"-bedingt mit Abstand.

Der Gottesdienst ist auf youtube zu sehen, aufgeteilt in 3 Teile:

(Einfach den gewünschten Teil anklicken und schauen)

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