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Meine lieben Herschfelder,
liebe Schwestern und Brüder,

ich hatte mich schon so auf die Urlaubsvertretung im August gefreut.
Pfarrer Keßler hatte mich eingeladen und im Mai bin ich davon ausgegangen, dass es kein Problem ist, zu Euch zu kommen.

Seit Juni befindet sich Uganda im harten Lockdown. Es ist keine Ausreise erlaubt. Alle Schule sind geschlossen, ebenso die Kirchen. Es bestehen strenge Ausgangsbeschränkungen. Ich darf meinen Wohnbezirk nicht verlassen. So kann ich meine Mutter nicht besuchen. Schlimm ist für mich, dass ich nicht einmal  Krankensalbungen  spenden darf. Erlaubt ist, dass ich zu Sterbenden gehe und auch Beerdigungen darf ich durchführen.  Das ist leider sehr wenig.

In Uganda fehlen Medikamente und es gibt keinen Impfstoff. Wenn die Leute krank sind, wollen sie nicht ins Krankenhaus. Es besteht große Angst.

Die Situation ist schwierig und sehr bedrückend.  Ich versuche in Telefongesprächen Trost zu spenden und organisiere die Essenversorgung für die Kinder.
Wie lange der Lockdown dauern wird, sagt uns niemand.
Wir hoffen, dass im September, die Schulen wieder öffnen dürfen.
Im letzten Jahr konnte ich mit Eurer Unterstützung für meine Schule, wichtige Dinge, wie  

Mundschutze, Desinfektionsmittel
Schulmaterial
Essen für die Schüler
und Unterstützung der Lehrer

bezahlen. Dinge, die auch im neuen Schuljahr notwendig sein werden.
Meine  Schule bekommt kein Geld vom Staat!

Vielen Dank für Eure Spenden, die mir sehr helfen.

Ich bin im Gebet immer mit Euch verbunden und hoffe, dass ihr gesund bleibt und wir uns im nächsten Jahr wiedersehen.

Gottes Segen und herzliche Grüße

Euer Pfarrer Edward

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